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Raues Land

Steil, zerklüftet, bewaldet, abgelegen. Das Land, das am schwersten einzuzäunen ist, ist meist das Land, das sich zu bewirtschaften lohnt, und es wurde bisher danach gemanagt, was der Betreiber sehen und erreichen kann. eShepherd ändert das.

Das Land, das am schwersten einzuzäunen ist, ist meist das Land, das sich zu bewirtschaften lohnt. Steile Hänge tragen pro Hektar mehr Futter als die Flächen darunter. Waldland gibt dem Vieh Schutz bei schlechtem Wetter. Zerklüfteter Boden bringt das Gras hervor, das auf einer glatten Koppel nicht wachsen würde. Das raue Land ist Teil dessen, was den Betrieb am Laufen hält.

Es ist auch das Land, das danach gemanagt wird, was jemand vom Sattel, vom Quad oder vom Küchenfenster aus sehen kann. Das Vieh zieht zum leichten Futter und bleibt dort. Die schweren Hänge werden nie angerührt. Die Schluchten verwalten sich selbst. Das Hinterland bekommt zweimal im Jahr einen Zusammentrieb und nicht viel mehr.

Die Infrastruktur-Lücke ist der Grund. Einen Zaun quer zur Höhenlinie zu ziehen kostet zwei- bis dreimal mehr, als ihn in der Ebene zu ziehen. Ihn einen Winter lang an einem steilen Hang zu unterhalten, ist ein eigener Posten. Und die Zäune, die tatsächlich gebaut wurden, sind in der Regel diejenigen, die um das leichte Land herumlaufen, nicht die, die durch das raue führen.

So besitzt der Betreiber das Land, zahlt die Grundsteuer auf das Land, managt aber wirklich nur die achtzig Prozent, die die bestehenden Zäune einteilen. Die restlichen zwanzig Prozent — oft die produktivsten zwanzig Prozent pro Hektar — laufen als ein einziger unkontrollierter Block.

Software-Grenzen kümmern sich nicht um Höhenlinien.

Eine Linie, die quer über einen steilen Hang gezogen wird, kostet dasselbe wie eine Linie in der Ebene. Die Grenze folgt dem Land, statt gegen es zu kämpfen. Die Schlucht wird sauber unterteilt. Das bewaldete Schutzgebiet wird für die Monate gesperrt, die es zur Erholung braucht. Der schwere Hang, der nie angerührt wurde, kommt zum ersten Mal in die Rotation.

Die Tiere laufen zur Grenze, hören den Tonhinweis und kehren um — auf dieselbe Weise, wie sie jedes Stück Land lernen. Die Infrastruktur hört auf, der Engpass zu sein. Das Land kommt im Verhältnis zu seinem tatsächlichen Wert zurück in den Betrieb, nicht im Verhältnis zu dem, was billig einzuzäunen war.

Hier wird der Fall des rauen Landes spezifisch.

Mobilfunk reicht in weiten Teilen dieses Landes nicht hin. Die Abdeckungskarten der Anbieter sehen auf der Website gut aus und hören am zweiten Bergkamm auf zu funktionieren. eShepherd ist dafür gebaut.

Jede Basisstation betreibt zusätzlich zum Mobilfunk-Backhaul ein privates LoRa-Netz. Das Vieh spricht mit der Basisstation über LoRa, das sich über Hügel, durch den Wald und bis in die Schluchten ausbreitet, in die der Mobilfunk schlicht nicht kommt. Die Basisstation übernimmt die Verbindung zurück zur Plattform, und wenn der Mobilfunk nicht verfügbar ist, läuft das System auf seinem privaten Funknetz weiter, bis der Verantwortliche das nächste Mal selbst in Abdeckung ist.

Für den Betreiber bedeutet das: Die Herde ist sichtbar und die Grenze hält auf Land, auf dem jedes reine Mobilfunksystem den Kontakt verlieren würde. Der Funkloch-Bereich auf der Karte des Anbieters ist nicht länger die Grenze, bis zu der virtuelle Einzäunung funktioniert. Das ist der Unterschied, der entscheidet, ob die Technik auf dem Land funktioniert, das sie wirklich braucht.

Auch die Solar- und Batterieseite der Hardware zählt hier. Steiles Land wirft Schatten. Waldland wirft noch mehr Schatten. Die Halsbänder müssen wochenlang weiterlaufen, in denen das Panel weniger Sonne sieht, als die Marketingfotos vermuten lassen. Der größere Solarkollektor und die länger laufende Batterie von eShepherd wurden für genau dieses Land spezifiziert, nicht für eine flache Koppel an einem klaren Tag.

Das Andere, was im rauen Land kaputtgeht, ist der Zusammentrieb.

Ein halber Tag im Sattel, um die Hälfte der Herde zu finden. Noch ein halber Tag für den Rest. Die Tiere verteilt durch Wälder, Schluchten und das Hinterland, und der Verantwortliche reitet das Land ab, um zu bestätigen, was bereits zusammengetrieben wurde und was nicht. Der Frühjahrs-Zusammentrieb in großem Berg-Land hat schon immer mehrere Fahrten gebraucht.

Die Live-Standortverfolgung lässt das in sich zusammenfallen. Jedes Tier auf einem Bildschirm. Jede Schlucht von der Karte abgehakt, nicht aus dem Gedächtnis. Die Herde bewegt sich zu den Fangkorralen, weil das System weiß, wo die Herde ist, und der Ritt dient dazu, zu bestätigen, was schon auf der Karte steht, statt zu suchen, was nicht da ist. Dieselbe Logik gilt für die tägliche Kontrolle. Das Land wird im Verhältnis dazu abgelaufen, wo das Vieh tatsächlich ist, nicht im Verhältnis dazu, was der Verantwortliche zuletzt vermutet hat.

Das Land, das zu rau zum Einzäunen war, ist das Land, für das eShepherd gebaut wurde.

Hol es zurück in den Betrieb.

Bewirtschafte das Land, das du nicht einzäunen konntest.